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Das Symposium

Warum engagieren wir uns für das internationale Männer-Symposium?

In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts sahen wir die Wirkungen der feministischen Bewegung und parallel dazu, für uns Männer, den Verlust der einfachen Identifikation mit der Rolle des Ernährers und des Familienoberhauptes. Eine Antwort auf diesen Verlust war die Männerbewegung. Bei genauerem Hinschauen bleibt die Frage, ob Männer und Frauen mit den neu gewonnenen Rollen mehr Befriedigung und Erfüllung in ihren Wesen als Mann und Frau gefunden haben. Das ist nicht identisch mit dem Eindruck, dass jetzt mehr Geschlechter-Gerechtigkeit herrscht. Würdigt das, was bisher erreicht ist oder kurz vor dem Erreichen steht, bereits genügend unser Wesen als Männer?

Für beide Geschlechter gab und gibt es neue Wahlmöglichkeiten. Für Männer mehr Aufmerksamkeit und Wichtigkeit für Beziehungen, mehr Wertschätzung unserer Gefühle und Herzensäusserungen und mehr Zeit mit denjenigen, die wir lieben. Für Frauen grössere Freiheit und Unabhängigkeit.

Während wir als Männer uns der Entwicklung immer mehr anpassen und sie mitgestalten, bleibt der Eindruck von zwei wichtigen Punkten: Es gibt jetzt sowohl die Notwendigkeit als auch die Chance für etwas Neues und Zusätzliches. Auch für etwas noch Tieferes und Bedeutsameres, das bisher Erreichtes einschliesst, ja sogar darauf aufbaut, und doch ganz würdigt, wer wir als Männer wirklich sind.

Wir finden, es ist an der Zeit, das in den letzten Jahren und Jahrzehnten Gelernte nun in Handlungen umsetzen. Damit wollen wir die Welt mit-prägen, und zwar so, wie wir sie unseren Kindern vererben und übergeben möchten.

Darum nämlich geht es bei “Men-Männer” und diesem Symposium: Die nächsten Schritte, um für uns ein tieferes Verständnis des Mann-Seins zu finden, nachdem wir unsere Herzen und Gefühlswelten zur Vervollständigung unserer Tatkraft geöffnet haben. Das bringen wir in die Welt, in die von uns gewählten Lebens- und Wirkungsfelder wie Industrie, zu hause mit PartnerIn und Kindern, in die Politik, Erziehungswesen, Psychologie und Medizin oder wo auch immer. Das sind keine nationales Fragen mehr, es sind europäische und globale.